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 Betreff des Beitrags: Militärstreich in Honduras
BeitragVerfasst: 29. Jun 2009, 13:30 
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Das Militär in Honduras hat den demokratisch gewählten Präsidenten Manuel Zelaya am Sonntag verhaftet und ausser Landes geschafft. Er hält sich mittlerweile in Costa Rica auf und sprach von einer "brutalen Entführung". Die Bevölkerung seines Landes war am Sonntag aufgerufen, über eine Verfassungsänderung abzustimmen, die unter anderem dem Staatsoberhaupt zukünftig eine zweite Amtszeit ermöglicht hätte. Weltweit wurde Kritik am Vorgehen der Militärs laut, eine sofortige Rückkehr des Präsidenten wird gefordert. Weder Brasilien noch Venezuela wollen eine neue Regierung akzeptieren. Chavez hat sogar angedroht, diese militärisch zu stürzen.

Auch im brasilien Magazin ist der Putsch in Honduras heute Thema:

Zitat:
Putsch in Honduras: Brasilien wird keine neue Regierung akzeptieren

Nach der überraschenden Entmachtung von Honduras Präsident Manuel Zelaya durch das Militär ernten die Rädelsführer des Staatsstreichs weltweite Kritik. Die brasilianische Regierung hatte bereits am Sonntagmittag das Vorgehen der Militärs “auf schärfste verurteilt”. Es sei ein Attentat auf die Demokratie und würde keinesfalls die politische Entwicklung in der Region fördern. Am Montagmorgen wurde Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva in seiner Rundfunksendung “Café com o Presidente” noch deutlicher: “Wir können keine andere Regierung anerkennen als die von Präsident Zelaya. [...] Wir können nicht akzeptieren, dass jemand fernab der Demokratie eine Lösung für sein Land sieht, ohne freie und direkte Wahlen. Deshalb muss er [Zeyala] die Präsidentschaft wieder erhalten. Es ist die einzige Bedingung um die Beziehungen zu Honduras wieder aufzunehmen” erklärte Lula wörtlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Militärstreich in Honduras
BeitragVerfasst: 30. Jun 2009, 16:00 
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BrasilOnline hat geschrieben:
Das Militär in Honduras hat den demokratisch gewählten Präsidenten Manuel Zelaya am Sonntag verhaftet und ausser Landes geschafft. Er hält sich mittlerweile in Costa Rica auf und sprach von einer "brutalen Entführung". Die Bevölkerung seines Landes war am Sonntag aufgerufen, über eine Verfassungsänderung abzustimmen, die unter anderem dem Staatsoberhaupt zukünftig eine zweite Amtszeit ermöglicht hätte. Weltweit wurde Kritik am Vorgehen der Militärs laut, eine sofortige Rückkehr des Präsidenten wird gefordert. Weder Brasilien noch Venezuela wollen eine neue Regierung akzeptieren. Chavez hat sogar angedroht, diese militärisch zu stürzen.

Auch im brasilien Magazin ist der Putsch in Honduras heute Thema:

Zitat:
Putsch in Honduras: Brasilien wird keine neue Regierung akzeptieren

Nach der überraschenden Entmachtung von Honduras Präsident Manuel Zelaya durch das Militär ernten die Rädelsführer des Staatsstreichs weltweite Kritik. Die brasilianische Regierung hatte bereits am Sonntagmittag das Vorgehen der Militärs “auf schärfste verurteilt”. Es sei ein Attentat auf die Demokratie und würde keinesfalls die politische Entwicklung in der Region fördern. Am Montagmorgen wurde Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva in seiner Rundfunksendung “Café com o Presidente” noch deutlicher: “Wir können keine andere Regierung anerkennen als die von Präsident Zelaya. [...] Wir können nicht akzeptieren, dass jemand fernab der Demokratie eine Lösung für sein Land sieht, ohne freie und direkte Wahlen. Deshalb muss er [Zeyala] die Präsidentschaft wieder erhalten. Es ist die einzige Bedingung um die Beziehungen zu Honduras wieder aufzunehmen” erklärte Lula wörtlich.

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Ich sehe das ganze nicht als Militärputsch. Der Präsident wollte eine Verfassungsänderung die nicht vorgesehen ist und er ließ sich von anderen demokratischen Kräften nicht davon abbringen. Der Kongress hat demokratisch ein neues Staatsoberhaupt gewählt.
Es ist eine tolle Lösung, wenn Staatsoberhäupter nicht endlos widergewählt werden können. In Lateinamerika sind einige Personen bestrebt das abzuschaffen bzw. zu umgehen, ein Rückschlag für die Demokratie.


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 Betreff des Beitrags: Re: Militärstreich in Honduras
BeitragVerfasst: 1. Jul 2009, 16:21 
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Also wie ich es nun mittlerweile verstanden habe:

1.) Zelaya hat vor einem Jahr angekündigt, ein Referendum einzuberufen, in dem das Volk eine Verfassungsänderung durch eine noch einzuberufene Volksversammlung einberufen soll, bei der unter anderem die einmalige Wiederwahl (also 2 x 4 Jahre) des Präsidenten zukünftig möglich sein soll.
2.) Micheletti hat dann ganz schnell ein Gesetz auf den Weg gebracht, welches das zuvor geplante Referendum verbietet, da nun anscheinend 150 Tage vor der Wahl keine Volksabstimmungen mehr durchgeführt werden dürfen. Zelayas Vorhaben wurde damit ausgehebelt.
3.) Der Präsident hat jedoch mit seinen Vorkehrungen weitergemacht und die Abstimmung durchziehen wollen, auch wenn das Wahlgericht das Referendum zwischenzeitlich (bedingt durch das neue Gesetz) für nicht rechtmässig anerkannt hat.
4.) 2 Stunden vor der Abstimmung wird der Präsident vom Militär aus dem Bett geholt und abgeschoben. Er soll nach den neuen Machthabern noch dankbar sein, nicht in den Knast gesteckt worden zu sein.
5.) Der Kongress wählt einen Interimspräsidenten, der gleich mal Radio, TV und Internet lahmlegt und eine Ausgangssperre verhängt.

Also ich bin schon der Auffassung, dass das ein Putsch ist!

Anmerkung: Ich befürworte eine Amtszeitbegrenzung. Allerdings halte ich die einmalige Möglichkeit einer Wiederwahl für durchaus sinnvoll, da vier/fünf Jahre meist sehr schnell rum sind und ein bisschen Kontinuität schadet nie. Ausserdem entscheidet letztlich das Volk. Ist da Deutschland mit undendlich * 4 Jahre oder Russland mit 2 * 6 Jahre besser?



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 Betreff des Beitrags: Re: Militärstreich in Honduras
BeitragVerfasst: 1. Jul 2009, 19:40 
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BrasilOnline hat geschrieben:
Also wie ich es nun mittlerweile verstanden habe:

1.) Zelaya hat vor einem Jahr angekündigt, ein Referendum einzuberufen, in dem das Volk eine Verfassungsänderung durch eine noch einzuberufene Volksversammlung einberufen soll, bei der unter anderem die einmalige Wiederwahl (also 2 x 4 Jahre) des Präsidenten zukünftig möglich sein soll.
2.) Micheletti hat dann ganz schnell ein Gesetz auf den Weg gebracht, welches das zuvor geplante Referendum verbietet, da nun anscheinend 150 Tage vor der Wahl keine Volksabstimmungen mehr durchgeführt werden dürfen. Zelayas Vorhaben wurde damit ausgehebelt.
3.) Der Präsident hat jedoch mit seinen Vorkehrungen weitergemacht und die Abstimmung durchziehen wollen, auch wenn das Wahlgericht das Referendum zwischenzeitlich (bedingt durch das neue Gesetz) für nicht rechtmässig anerkannt hat.
4.) 2 Stunden vor der Abstimmung wird der Präsident vom Militär aus dem Bett geholt und abgeschoben. Er soll nach den neuen Machthabern noch dankbar sein, nicht in den Knast gesteckt worden zu sein.
5.) Der Kongress wählt einen Interimspräsidenten, der gleich mal Radio, TV und Internet lahmlegt und eine Ausgangssperre verhängt.

Also ich bin schon der Auffassung, dass das ein Putsch ist!

Anmerkung: Ich befürworte eine Amtszeitbegrenzung. Allerdings halte ich die einmalige Möglichkeit einer Wiederwahl für durchaus sinnvoll, da vier/fünf Jahre meist sehr schnell rum sind und ein bisschen Kontinuität schadet nie. Ausserdem entscheidet letztlich das Volk. Ist da Deutschland mit undendlich * 4 Jahre oder Russland mit 2 * 6 Jahre besser?

Das Militär hat nicht die Macht übernommen, ein neuer Präsident wurde demokratisch gewählt. Also herrscht noch Demokratie.
Mir persönlich gefällt das deutsche Wahlrecht am besten, weil man dort keine Person sondern eine Parteil wählt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Militärstreich in Honduras
BeitragVerfasst: 2. Jul 2009, 11:22 
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Also wenn der Bundestagspräsident die Bundeswehr anweist, den Bundeskanzler aus dem Bett zu holen und nach Frankreich abzuschieben und sich dann selbst am gleichen Tag vom Parlament zum Kanzler wählen lässt, ist demokratisch?



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 Betreff des Beitrags: Re: Militärstreich in Honduras
BeitragVerfasst: 2. Jul 2009, 12:19 
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BrasilOnline hat geschrieben:
Also wenn der Bundestagspräsident die Bundeswehr anweist, den Bundeskanzler aus dem Bett zu holen und nach Frankreich abzuschieben und sich dann selbst am gleichen Tag vom Parlament zum Kanzler wählen lässt, ist demokratisch?

Der Bundeskanzler müßte erst mal den Bundestag fragen, wenn er eine Verfassungsänderung wollte und wenn der nein sagt, dann heißt das auch nein, ohne wenn und aber.
Das mit dem Militär ist nicht richtig. Im nachhinein habe die demokratisch gewählte Volksvertreter diese Aktion jedoch abgesegnet.
Ich denke der Präsident hat versucht, seine eigenen Vorstellungen, die sehr weit nach links gedriftet sind, zu verwirklichen und das gegen alle demokratischen Kräfte, nun hat er seine Quittung bekommen. Es muß nicht noch mehr Chavisten in Lateinamerika geben.


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 Betreff des Beitrags: aktuelle Agenturmeldung : Militärstreich in Honduras
BeitragVerfasst: 2. Jul 2009, 15:45 
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Putschregierung in Honduras bleibt hart - EU-Länder ziehen offenbar
Botschafter ab


Mexiko-Stadt (epd). In Honduras bleibt die Putschregierung trotz
internationalem Druck hart. Interimspräsident Roberto Micheletti wies
ein Ultimatum der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zur
Wiedereinsetzung des gewählten Präsidenten Manuel Zelaya zurück. Die
OAS hatte der Putschregierung dafür 72 Stunden Zeit gegeben und
drohte mit dem Ausschluss Honduras aus dem Bündnis. Für Donnerstag
wurde eine Kommission der OAS in Honduras erwartet.

weiterlesen: http://www.epd.de/nachrichten/nachricht ... 66370.html

**BITTE KEINE URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZTE PRESSEMELDUNGEN IN VOLLER LÄNGE POSTEN SONDERN NUR ANREISSEN UND VERLINKEN**



Bitte korrigiert mich,damit ich etwas lerne.Danke! Por favor, corregidme,a fin de que pueda aprender.¡Gracias!

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 Betreff des Beitrags: Re: Militärstreich in Honduras
BeitragVerfasst: 5. Jul 2009, 01:25 
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ich stimme hier voll mit ptrludwig ein, es war kein Putsch da alle konstitutionellen Bereiche nach wie vor in Takt sind. Es war vermutlich ein Fehler den Typen im Pyjama auszufliegen, aber eine viel bessere Aktion als in Vzla. Die haetten Chavez sofort nach Cuba ausfliegen sollen.

Wo wir bei Chavez sind. Nachgewiesenerweise sind seine Leute u.a. in Honduras unterwegs, Peru, Chile etc. immer wenn eine Wahl ansteht (Argentinien, Kirchner, 5 Mill wahlhilfe von der 800000 aufgeflogen sind zb) und der populist Chavez hat es verstanden die Weltoeffentlichkeit gegen die "Putschisten" in Ecuador zu positionieren.

Schaut Euch Vzla an, nach 10 Jahren Chavez werden die Armen immer aermer, die Mittelschicht driftet langsam in die Richtung Armut ab. Der Mann hat das Land auf Jahre nach seinem Fall kaputt gemacht. Ich persoenlich druecke Honduras die Daumen und hoffe nur das die venezolaner irgendwann mal genuegend EIER haben Chavez zu teeren und zu federn. Kommt vermutlich erst wenn es gar nix mehr im Supermarkt gibt.

Ein Bekannter von mir schrieb vor einiger Zeit: 30% waehlen Chavez, 30% die Opposition und 40% gehen nicht waehlen...

Huetet Euch davor in Honduras, EU und US of A WACHT AUF!


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 Betreff des Beitrags: Re: Militärstreich in Honduras
BeitragVerfasst: 6. Jul 2009, 00:00 
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Beiträge: 11
Wohnort: Colombia
ptrludwig hat geschrieben:
Der Kongress hat demokratisch ein neues Staatsoberhaupt gewählt.


jetzt bin ich ja voellig von den socken!

wie denn das?

gewaehlt? micheletti wurde gewaehlt?

und noch dazu demokratisch?

ptr, erklaer uns das doch bitte mal.

gibt es denn vielleicht sogar irgendeinen klitzekleinen beleg fuer deine kuehne behauptung?

irgendeinen kleinen link vielleicht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Militärstreich in Honduras
BeitragVerfasst: 6. Jul 2009, 11:45 
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Beiträge: 36
Wohnort: Salvador(Brasilien)
pablo1980 hat geschrieben:
ptrludwig hat geschrieben:
Der Kongress hat demokratisch ein neues Staatsoberhaupt gewählt.


jetzt bin ich ja voellig von den socken!

wie denn das?

gewaehlt? micheletti wurde gewaehlt?

und noch dazu demokratisch?

ptr, erklaer uns das doch bitte mal.

gibt es denn vielleicht sogar irgendeinen klitzekleinen beleg fuer deine kuehne behauptung?

irgendeinen kleinen link vielleicht?

Was genau gibt es da zu erklären? Der Präsident von Honduras hat nicht die Politik gemacht für die er gewählt wurde, was für mich heißt er hat die Wähler belogen.
Weiterhin hat er mehrfach gegen die Verfassung verstoßen. Darauf hat ihn das Oberste Gericht seines Amtes enthoben.
Der Kongress, alles demokratisch gewählte Volksvertreter haben einen neuen Präsidenten gewählt und damit wurde eine linke Diktatur verhindert, ein Sieg für die Demokratie.


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