LatinoFreunde.Net

Neu:



Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 37 Beiträge ]   Gehe zu Seite: [ Vorherige ]  1, 2, 3, 4  [ Nächste ]
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Wo geht ihr so hin?
BeitragVerfasst: 26. Jul 2009, 21:25 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 05.07.2009
Beiträge: 24
sebastian hat geschrieben:
Ich könnte mir vlt. schon vorstellen, dass der Grundwehrdienst für den Staat günstiger ist, als wenn er für die gleiche Anzahl der Wehrdienstleistenden Berufssoldaten einstellt. Darum geht es mir aber nicht.


Aber exakt darum geht es in meiner Aussage. Ich bin weiss Gott kein Militär-Liebhaber, und es hat mich so richtig, aber so richtig angekotzt, als die mich eingezogen haben. Ich hatte gerade meine Lehre beendet, nun gings richtig ans Geld verdienen, und da kommt der Einberufungsbescheid ins Haus geflattert. :shock:

Ich hab das zweitschlimmste erwischt, wie man beim Bund gequält werden kann, an erster Stelle kommen die Fallschirmjäger, was ich eigentlich erst machen sollte, und dann bin ich doch "nur" Sanitäter geworden.
Juhuu --- alle sagen, Sanitäter habens am Besten! Also dachte ich mir, die 12 Monate sitze ich doch auf der linken Arschbacke ab, doch was dann kam, war alles andere als "Juhuu".

Die Grundausbildung, Im Winter in Hildesheim, ein Horror. Unser Zugführer war der Meinung, wir schaukeln uns den Rest der Wehdienstzeit die Eier, da sollen wir wenigstens in der Grundausbildung richtig rangenommen werden, und das hat der wahr gemacht.
Da waren Leute, die haben vor Erschöpfung geheult, gekotzt oder sind einfach nur zusammengesackt, weil es nicht mehr ging.
Ich hingegen hatte die Soldatin immer im Auge und sie mich, da durfte ich ja nicht schlapp machen, wie sieht das denn aus, und somit wurde ich dafür auch entsprechend belohnt, jijiji.

Nach der Grundausbildung wurde ich in den San-Bereich eines Jägerbatallions versetzt, gerade angekommen hat man mich direkt weitergeschickt nach Wildeshausen zu den Fallschirmjägern (darum weiss ich, das die am schlimmsten dran sind), um dort meinen LKW-Führerschein zu machen.

Den Schein dann in der Tasche, zurück zu meinem Standort, habe ich im Geschäftszimmer im San-Bereich gesessen. Aller möglicher Papierkram, Arztrechnungen, Überweisungen, Medikamentebestellungen, jedes Papierchen, was irgendwie mit San-Bereich zu tun hatte, ging über meinen Tisch. Hinzu kam, das ich die Arzt-Termine und Krankenhaustermine aller Leute organisieren musste, eben normaler Alltag im Büro, sozusagen.

Da ich aber der einzige war, der einen LKW-Führerschein hatte, war ich dadurch automatisch auch immer in Bereitschaft. War mein Tagesdienst zuende, konnte ich es mir im Bereitschaftszimmer gemütlich machen, den anderen zusehen, wie die sich vergnügten und darauf warten, das denen irgendwas passiert.

Bei ein paar Tausend Mann im Batallion hat man da genug zu tun, vom kleinen Wehweh'chen bis hin zum Spezi, der sich nen Kronkorken ins Auge geschossen hatte. Da lädt man den dann in den Krankenwagen und donnert mit ihm mit Blaulicht und Sirene ins 50km enfernte Krankenhaus.

Alle 4 Wochen hatte ich dann auch noch Standortbereitschaft, womit das komplette Wochende auch noch im Arsch war. Ich war heimatnah stationiert, ne halbe Stunde nach Hause, und war nie da, weil immer nur Bereitschaft.

Sind die Jäger raus auf den Übungsplatz, musste ich hinterherfahren, haben die auf der Schiessbahn gelegen, stand ich für den Notfall daneben. Abfeiern konnte ich die Überstunden nicht oder nur bedingt, ich war ja der einzige mit Führerschein, und somit hat der Bund es vorgezogen, mir die Überstunden auszuzahlen.

Während der Zeit beim Bund habe ich 2 Zivilisten das Leben gerettet, danach nochmal einer Frau das Leben gerettet, was ich nicht hätte gekonnt, wenn ich die Ausbildung beim Bund nicht gehabt hätte.

........

Ich habe Dir das einmal so konkret geschildert, damit Du eine Vorstellung davon hast, was man da beim Bund überhaupt macht oder wie es abläuft.
Selbstverständlich scheint es so, als ob eine Armee heutzutage in der Form nicht mehr nötig ist (darum wurden ja auch unzählige Standorte geschlossen), aber die Armee schützt ja jetzt nicht mehr nur die deutsche Grenze, die Jungs sind nun weltweit im Einsatz.

Der Grundwehrdienst ist dafür da, damit der Laden am laufen gehalten wird. Und wenn Du als Spatenstecher im Dreck rumwühlen musst, dann erfüllst Du in dem Augenblick den Zweck, Deinem Ausbilder die Möglichkeit zu geben, seine Erfahrungen zu erweitern, Du bist dazu da, um den Berufssoldaten als Lernobjekt zu dienen.
Du bist derjenige, der nach vielen anderen lange Zeit vor Dir, das Gewehr putzt, damit es erhalten bleibt und nicht in der Waffenkammer verrostet. Selbst wenn Deine Tätigkeit beim Bund noch so sinnlos erscheint, Du erfüllst immer einen Zweck!

Und wenn die Bundeswehr beim Hochwasser ausrückt und den Leuten hilft, dann ist das auch nur möglich, weil die Grundwehrdienstler da sind, weil über die Jahre hinweg die Grundwehrdienstler die Gerätschaft der Bundeswehr intakt hält.
Die Bundeswehr ist nicht nur für Kriege da!

Verstehst Du nun den Sinn von Grundwehrdienst?

Und mal so nebenbei gefragt, warum gehst Du denn nicht zum Bund, wirst SAZ, und gehst als Soldat ins Ausland? OOOOhhhhh, ja, da muss ich ja mal eben an Pablo denken, dessen Sohn seinen Kopf im Krankenwagen "riskiert", um anderen Deutschen zu helfen. Das geht dann ja schon garnicht, das man mit der Bundeswehr ins Krisengebiet geht....

Da sich diese Struktur bewährt hat, es dem Staat zu ermöglichen, effektiv den Betrieb aufrecht zu erhalten, bietet es sich ja förmlich an, dies genauso in öffentliche Strukturen zu integrieren.
Es gibt hier ZIVI-Stellen in den verschiedensten Bereichen, und wenn Du eben nur, wie Pablo's Sohn, einen Krankenwagen fährst.
Stell Dir mal vor, Du liegst irgendwo auf der Strasse, und es kommt kein Krankenwagen, weil kein ZIVI da ist, der ihn fährt! Da wird dann eben gespart, wenn kein Zivi da ist, dann ist dafür die Standortbereitschaft, die einen grösseren Bereich abdecken muss, und wenn Du Pech hast, liegst Du gerade ganz schön weit weg vom Bereitschaftsdienst, oder womöglich ist der Krankenwagen gerade schon im Einsatz und der zweite Wagen kann nicht ausrücken, weil kein Fahrer da ist.

Stell Dir vor, Deine Eltern sind irgendwann in der Notlage, in ein Pflegeheim zu müssen. Du bist derjenige, der dann die grossen Scheine auf den Tisch legen muss, weil der günstige ZIVI, der normal die Pflege übernimmt, sich in Costa Rica aus dem Fenster lehnt.

Genauso schimfst Du, wenn die Gemeinde im Winter den Schnee nicht räumt. Aber wer soll den Schneepflug fahren, wenn der ZIVI in Bolivien kommuniziert?

All diese Posten mit einer regulären Arbeitskraft zu besetzen, wie soll der Staat sich das leisten? Oder bist Du bereit, für 300 Euro im Monat zu arbeiten? Oder bist Du bereit den doppelten Steuersatz zu zahlen, damit das alles bezahlt werden kann?

Da geht es nämlich wieder los, dieses Opfer will auch keiner bringen. Die Leute drücken sich davor, etwas zu geben, dieses eine Jahr, wobei dieses eine Jahr nicht für den Staat ist, es ist für die Gesellschaft, damit das, was die Leute gewohnt sind, beibehalten werden kann.

Das dieses Kostenmodell funktioniert, und wo der Sinn darin liegt, siehst Du nun denke ich ein. Und weil es funktioniert, und weil die Leute fehlen, alle diese Posten zu besetzen, ist der Staat hingegangen und holt sich nun die vorher unereichbare Zielgruppe, die älteren Leute, mit dem 1-Euro-Job.

Was haben die Arbeitslosen geschimpft, als sie dazu eingeteilt wurden, aber warum das Theater? Der durchschnittliche Arbeitnehmer zahlt im Monat was um die 100 Euro (wenns hoch kommt) an Arbeitslosenversicherung. Wird einer arbeitslos, rennt er zum Amt und holt sich sein Geld da. Wenns nicht reicht, gibts noch Wohngeld etc dazu. Das heisst, die Leute ziehen sich da monatlich 1000 Euro aus dem Automaten, und das ist für denjenigen natürlich eine Selbstverständlichkeit.

Das er vorher aber 1 Jahr lang Arbeitslosenversicherung einzahlen muss, damit der Staat das Geld für diesen einen Monat Arbeitslosengeld hat, das bedenkt hier mal keiner. Die Leute nehmen keine Arbeit an, die ihnen nicht zusagt, wollen ihr Geld vom Staat, was ja angeblich ihr gutes Recht ist, und dafür dann aber auch nichts mehr tun. Den Schneepflug zu fahren z.B., das wäre ja eine Frechheit, jemanden dazu zu verdonnern. Die Leute sitzen lieber "faul" zu Hause und schimpfen, das der Schnee nicht geräumt wird....
............................................

Was den Auslandsdienst angeht, selbstverständlich hat der Staat Interesse daran und fördert dies. Ich zum Beispiel würde es für sehr nützlich empfinden, wenn Du siehst, wie das Leben in Südamerika ist, damit Du den Unterschied siehst, wie gut Du es in Deutschland eigentlich hast, und was Du mit Deinem Auslandseinsatz auch mit "zerstörst", weil Du dafür nicht zur Verfügung standest.

Ich habe auch nie gesagt, das der Dienst im Ausland generell Verschwendung ist. Ich sagte ganz klar, das es mehr als genug Projekte gibt, die wirklich tolle Arbeit leisten. Im Gegensatz dazu gibt es aber auch mehr als genug Projekte, die einfach nur lächerlich sind nicht wirklich Hilfsarbeit sind, was Du mir selbst bestätigt hast.
Und wenn der Staat für so ein Projekt Geld ausgibt, dann kann ich mit gutem Grund sagen, das es pure Verschwendung von Steuergeldern ist.

Hierbei ist auch nicht das Ziel, das Du für Deine berufliche Zukunft Auslandserfahrung hast, das ist Murks. Wenn Du in Bolivien Dein Jahr rum hast und wieder zurückkehrst, dann wirst Du sehen, was ich meine.
Der Staat macht dies vor allem auch deswegen, um das allgemeine Bild von Deutschland endlich zu verändern. Jeder der irgendeinen Bezug zu Südamerika hat kann mir da zustimmen, wenn man Deutschland erwähnt, bekommt man in Südamerika als erstes "Bayern München" und als zweites "Hitler" als Antwort. Das, und genau das ist eigentlich der einzige Sinn, den ich persönlich (und was eben auch das oberste Ziel für Deustchland ist) darin sehe, das den Leuten in Übersee das Gehirn "gewaschen" wird, damit dieses Denken endlich ausgerottet wird.
Hat man eine Generation erst einmal davon überzeugt, das Deutschland nicht automatisch mit "Hitler" in Verbindung gebracht wird, dann gibt diese Generation das auch nicht mehr an die nachfolgenden weiter....

Nur das man für diese Öffentlichkeitsarbeit allein das Geld verpulvert, sehe ich nicht wirklich ein. Das kann genausogut in Verbindung mit wirklicher Hilfsarbeit gemacht werden und ist dann noch weitaus effektiver.

Und wie "DerReisende" schon sagte, warum machst Du denn nicht beides? Zuerst Deinen Grundwehrdienst oder Zivildienst, und danach gehst Du ins Ausland? Dann würdest Du Deinen Teil dazu beitragen, das machst Du ja nicht nur für den Staat, wie Du selbst erkannt hast machst Du das für die Gesellschaft, also auch für Dich, was Du an den obigen Beispielen hoffentlich erkannt hast.

Womit wir bei dem letzen Bereich, "der Schuld" sind. Denk mal darüber nach, welche Vorzüge Du seit Deiner Geburt dank des Staates hattest.
Das geht damit los, das es jeden Monat Kindergeld für Dich gibt, das Du einen Kindergarten besuchen konntest, das Du zur Schule gehen konntest, und das alles, ohne auch nur ein Fitzelchen dafür getan zu haben. Wenn Du einer derjenigen bist, die nach der Schule nicht gleich eine Ausbildung beginnen und ins Berufsleben eintrittst, zahlt der Staat immer weiter für Dich, um Dir eben auch andere Wege zu ermöglichen.
Das einzige, was der Staat dann von Dir erwartet ist, das Du 1 Jahr für ihn tätig bist, genauso wie es andere vor Dir getan haben, und was Du hoffen wirst, das es andere nach Dir auch tun.

Du hast die ganze Zeit vom Staat genommen, genommen, genommen, und nun willst Du noch mehr nehmen und trotzdem nichts geben. Also ich sehe da ganz deutlich eine "Schuld". Irgendwann, spätestens nachdem Du aus Bolivien zurück bist, wirst Du es erkennen, hoffe ich.

Bitte versteh dieses Posting nicht falsch, ich greife Dich nicht an und will auch nicht rumzicken, wir führen nur eine gute Diskussion. :laechel3:


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  
  Folgende User haben sich bei ettinlord für diesen Beitrag bedankt:  derreisende, ptrludwig



 Betreff des Beitrags: Re: Wo geht ihr so hin?
BeitragVerfasst: 30. Jul 2009, 13:32 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 19.05.2009
Beiträge: 15
Ich weiß selber wie es bei der Armee zugeht, ich habe selber einen guten Kumpel, der Grundwehrdienst macht.
Aber wenigstens verstehe ich dich jetzt besser. Du wurdest gezwungen zur Armee zu gehen, als du am wenigsten wolltest, musstest dich dort quälen, hast dabei auch Menschen geholfen und heutzutage machen die Jugendlichen nichts mehr oder sonnen sich nur nur noch in Florida, Neuseeland oder Argentinien. Das muss schon frustran sein, dass glaub ich.

Aber heute ist auch die Situation eine ganz andere. Niemand muss mehr zum Grundwehrdienst oder Zivilsienst machen. Wer sich für die Bundeswehr auf 9 Monate entscheidet, weiß worauf er sich einlässt und macht es meistens auch nicht um irgendetwas gutes zu tun, sondern nur wegen des Geldes, dass er vom Staat bekommt.
Wer lieber vor dem Studium oder der Lehre noch etwas Berufserfahrung sammeln will, der macht Zivi und wer gleich studieren will, lässt sich ausmustern. Und wer gern in der dritten Welt helfen oder was von der Welt sehen will, geht halt ins Ausland.
Verweigern oder Ausmustern lassen, sind heutzutage keine Ausnahmen für Pazifisten und körperlich Benachteildigte mehr, sondern reguläre Entscheidungsmöglichkeiten für jeden.

Und das nicht, weil eine ganze Generation mit immer neuen fiesen Tricks die Bundesrepublik unterwandert, sondern weil der Staat und die Armee das so handhaben und den Jugendlichen die Möglichkeit dazu geben. 90% der Jugendlichen würden dich deshalb heutzutage komisch anschauen, wenn du ihnen vorwirfst, nichts für die Gemeinschaft zu tun, weil sie nicht zur Armee gehen.

Das mal vorneweg.

Die Armee wird für mich nicht nützlicher, nur weil sie nicht mehr im Schützengraben hockt und uns vor der eventuelen Invasion aus Frankreich beschützt.

Ich finde es genauso falsch eine deutsche Armee nach Afgahnistan zu schicken und dort versuchen mit militärischer Gewalt wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Den Terror wird man jedenfalls dort nicht mit einem deutschen Maschienengewehr besiegen können.
Und auch hat die Bundeswehr keine Berechtigung für mich, wenn sie einfach Aufgaben des THW's oder Roten Kreuzes wie bei Flut helfen an sich reißt.
Ziel bei der Bundeswehr ist es für den Krieg, für das Töten ausgebildet zu werden und nicht um bei einer Flutkatastrophe zu helfen. Dafür gibt es Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und was weiß ich nicht alles. Anstatt Geld in neue Panzer und Bomber zu stekcken, ist das Geld bei jedem Freiwilligen im Ausland und bei jedem Krankenpfleger besser aufgehoben.

Und warum ich nicht von der Bundeswehr ins Ausland gehe, sollte jetz auch klar sein. Ich halte nicht viel von militärischer Gewalt(auch wenn sie manchmal nötig ist) und schon gar nix von Obrigkeitsgehorsam, Korpsgeist und der deutschen militaristischen Tradition.

ettinlord hat geschrieben:
warum machst Du denn nicht beides? Zuerst Deinen Grundwehrdienst oder Zivildienst, und danach gehst Du ins Ausland?


Weil ich - als ich diese Wahl getroffen habe - keinen großen Sinn im Zivildienst gesehen habe und dass auch immer noch nicht tue.
In Deutschland kann man statt dem 9-monatigen Zivildienst ein 12-monatiges "Freiwilligs Soziales Jahr" machen. Und das finde ich auch richtig.
Ich finde, mit seinem FSJ im Ausland kann(!) man Menschen helfen, die es nötiger haben, als die Deutschen.
Zurzeit wird ja auch bei den Parteien diskutiert, den Grundwehrdienst abzuschaffen. Vieleicht soll es sogar Wahlkampfthema werden. Wenn der Zivi so wichtig wäre, wie du sagst, warum wird das bei der Diskussion dann nicht in dem Maß betrachtet? Warum werden Frauen dann nicht für ein Zivi verpflichtet. Ich bin immer noch der Meinung dass es eher ein Ersatzdienst ist. Viele der Zivi's würden der Gesellschaft wahrscheinlich mehr bringen, wenn sie ein Jahr länger Steuern zahlen würden, anstatt für gutes Geld Kaffee zu kochen oder Transporter zu fahren.
Es ist nunmal nicht so dass "dass einzige, was der Staat dann von [mir] erwartet, ist, das [ich] 1 Jahr für ihn tätig [bin]". Erstens erwartet er dass nicht (siehe oben) und zweitens funktioniert unsere Gesellschaft in erster Linie nicht über Zivildienste, sondern über Steuern.
Auch dieses Schreckensszenarios, dass unsere Gesellschaft "zerstört" werden würde, wenn keiner mehr Zivildienst macht oder zur Armee geht, kann ich nicht ansatzweise teilen.
Das deutsche Wirtschaftswachstum steigt jedes Jahr. Von dem Kapital dass in Deutschland produziert wird, könnte theoretisch jeder Menschen hier gut leben, ein hübsche Wohnung haben, einmal im Jahr in Urlaub fahren und bräuchte nicht mehr als 6 Stunden am Tag arbeiten.
Und jetzt zu sagen, es ist für unser aller Wohl unbedingt notwenig, dass alle Jugendlichen ein Jahr Krankenwagen fahren oder Schnee schippen halte ich für unsinnig.

@Admin oder Mod:
Könnte man das alles in ein extra Thema verschieben (z.B. Pro Kontra FSJ oder so)? In "Wo gehts ihr hin" gehört dass hier alles eigentlich nicht rein...



http://momente.blogsport.de - Gesellschaftskritik, Privates und Politisches aus Bolivien und Südamerika.

Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Wo geht ihr so hin?
BeitragVerfasst: 2. Aug 2009, 06:25 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 28.05.2009
Beiträge: 50
Wohnort: FFM / Maracay
Hi sebastian ich moechte mich mal ueber das System nachdem Freiwillige wie Du vermutlich ausgewaehlt werden mal mockieren. Meiner Meinung nach sollte jeder Freiwillige auf seine mentalen, didaktischen und sozialen Faehigkeiten geprueft werden. Sozial ist bei Dir sicher nichts auszusetzen.

Was passiert wenn ein Kandidat im Ausland abkackt? (Umfeld passt nicht, Schueler lachen ihn aus) Was dann?

Sebastian, was ich von dir bisher so las, und dann die Verwarnung vom Admin... Du solltest ueberlegen ob Du das nicht sein laesst. Und das ist kein mobbing sondern ne ehrliche Meinung.


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Wo geht ihr so hin?
BeitragVerfasst: 2. Aug 2009, 10:30 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 05.07.2009
Beiträge: 24
@derreisende

Die Verwarnung galt Pablo, das ging nicht gegen Sebastian. Ansonsten stimme ich Dir zu, ich bin ja gerade in DE und was ich so sehe, oh weh, das Niveau ist ganz schön im Keller. Wenn ich mir vorstelle, nur mal so an "Die strengsten Eltern der Welt" gedacht, unter diese Kategorie fallen ziemlich, aber ziemlich viele Leute hier heutzutage..... Was soll so eine Person im FSJ im Ausland?

@Sebastian

Zuerst wolltest Du meine Meinung hören, und nun möchtest Du, das es in ein eigenes Thema verlegt wird?
Abgesehen davon hat das, was Du gerade geschrieben hast, nichts mit Diskussion zu tun. Du versuchst hier nur, Deine Meinung durchzusetzen, ohne die Fakten zu betrachten bzw. ohne überhaupt wirkliche Begründungen oder Beweise für Deine Theorien zu haben.

Hinzu kommt, das Du Dich in Deiner Denkweise selbst widersprichst........ Um ins Detail zu gehen:

sebastian hat geschrieben:
Ich weiß selber wie es bei der Armee zugeht, ich habe selber einen guten Kumpel, der Grundwehrdienst macht.


Also weisst Du nur vom "Hörensagen" wie es bei der Bundeswehr zugeht, und stellst Vermutungen an, eigene Erfahrung, die Deine Aussage belegen, hast Du nicht!

sebastian hat geschrieben:
Aber wenigstens verstehe ich dich jetzt besser. Du wurdest gezwungen zur Armee zu gehen, als du am wenigsten wolltest, musstest dich dort quälen, hast dabei auch Menschen geholfen und heutzutage machen die Jugendlichen nichts mehr oder sonnen sich nur nur noch in Florida, Neuseeland oder Argentinien. Das muss schon frustran sein, dass glaub ich.


Anscheinend hast Du überhaupt nichts verstanden. Weder wurde ich gezwungen (auch damals, war 1995 glaub ich, konnte man Wehrdienstverweigerer spielen, Zivi machen oder ausgemustert werden), noch bin ich neidisch.

sebastian hat geschrieben:
Aber heute ist auch die Situation eine ganz andere.


Falsch, die Situation ist die selbe, nur die "Munition" besteht heutzutage zumeist nur noch aus Blindgängern.

sebastian hat geschrieben:
Wer lieber vor dem Studium oder der Lehre noch etwas Berufserfahrung sammeln will, der macht Zivi...


Wie bitte kann man denn Beruferfahrung sammeln, wenn man noch garkeinen Beruf hat?


sebastian hat geschrieben:
...wer gleich studieren will, lässt sich ausmustern.


Und kassiert bis zu seinem 28. Lebensjahr weiterhin die Unterstützung vom Staat, was das Kindergeld angeht. Und dann noch auf der Strasse protestieren, das die Studiumsgebühr abgeschafft werden soll *rofl*


sebastian hat geschrieben:
Und wer gern in der dritten Welt helfen........, geht halt ins Ausland.


Wie ich bereits mehrfach sagte, wenn es ein tatsächliches Hilfprogramm ist, dann bin ich da voll und ganz dafür.



sebastian hat geschrieben:
..... oder was von der Welt sehen will, geht halt ins Ausland.


Da kommen wir der Sache schon näher. Es geht Dir garnicht darum, etwas zu vollbringen, es geht einfach nur darum, die Lücke zu nutzen, und als unerfahrener, eigentlich vom Leben noch nichts Wissender, auf Kosten von Steuergeldern ins Ausland zu gehen, und dort den klugen Mann zu spielen.

Streite es nicht ab, Deine eigenen Worte waren, das Du keine Hilfsarbeit leistet.

sebastian hat geschrieben:
Verweigern oder Ausmustern lassen, sind heutzutage keine Ausnahmen für Pazifisten und körperlich Benachteildigte mehr, sondern reguläre Entscheidungsmöglichkeiten für jeden.


Das weiss ich nicht, dafür bin ich schon zu lange aus DE weg. Aber das ist auch keine Begründung dafür, dem Staat nicht etwas zurückzugeben.

sebastian hat geschrieben:
90% der Jugendlichen würden dich deshalb heutzutage komisch anschauen, wenn du ihnen vorwirfst, nichts für die Gemeinschaft zu tun, weil sie nicht zur Armee gehen.


Das ist das hüpfende Komma! Ich sehe das ja gerade wieder in DE, diese 90% bestehen nur noch aus verweichlichten, verdummten, türkisch-slang-labernden, schlampigen und schmarotzenden Jugendlichen, die nix drauf haben, keine Ahnung haben, aber grosse ne übermässig grosse Klappe.

Ich kann mich leider nicht mehr an den exakten Wert des letzten Berichts des Arbeitsamts erinnern, aber da wurde die prozentuale Zahl der arbeitslosen Leute bis 25 Jahre genannt, :shock: Erschreckende Zahl, wie kann das, wo die Jugend doch so schlau, so gut, und so sehr für Wirtschaftsaufschwung sorgt?

sebastian hat geschrieben:
Das mal vorneweg.


Dieses vorweg war wie Du siehst durch nichts belegt, und beruht nur auf Vermutungen, Unwissen, und Deiner eigenen Meinung bzw dem Versuch, Dir selbst das Recht zuzusprechen, auch ein Sozialschmarotzer zu sein.


sebastian hat geschrieben:
Ich finde es genauso falsch eine deutsche Armee nach Afgahnistan zu schicken und dort versuchen mit militärischer Gewalt wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Den Terror wird man jedenfalls dort nicht mit einem deutschen Maschienengewehr besiegen können.


Du gehst hier von Deiner persönlichen Angst/Schwäche und Unbetroffenheit aus, weil Du die Möglichkeit hattest, in Frieden aufzuwachsen. Würdest Du ein Leben im Terror, Krieg und Verletzung der Menschenrechte haben, wärst Du der erste, der sich freut, das auch die Bundeswehr in Dein Land kommt um Dir zu helfen.
Sorry, aber nur ein anderer Beweis dafür, das Dich andere einen Scheiss interessieren und Du nur an Dich denkst.


sebastian hat geschrieben:
Und auch hat die Bundeswehr keine Berechtigung für mich, wenn sie einfach Aufgaben des THW's oder Roten Kreuzes wie bei Flut helfen an sich reißt.


Ich glaube Dir fehlt hier ein wenig die Vorstellungskraft, wie gross die Ausmasse dieser Katastrophen waren. Wohl wieder nur eine Aussage, weil Du selbst nicht betroffen warst. Wieder nur an Dich selbst gedacht.


sebastian hat geschrieben:
Anstatt Geld in neue Panzer und Bomber zu stekcken, ist das Geld bei jedem Freiwilligen im Ausland und bei jedem Krankenpfleger besser aufgehoben.


Du hast noch keinen Cent an Steuern bezahlt, und dann so eine Aussage von Dir? Im Zivildienst siehst Du doch auch keinen Sinn, warum sollte also der Krankenpfleger mehr Geld bekommen?
Ansonsten verstehe ich die Aussage schon, Du denkst hier wieder nur an Dich und meinst, das noch mehr Geld für die Freiwilligen im Ausland ausgegeben werden sollte.


sebastian hat geschrieben:
Und warum ich nicht von der Bundeswehr ins Ausland gehe, sollte jetz auch klar sein. Ich halte nicht viel von militärischer Gewalt(auch wenn sie manchmal nötig ist) und schon gar nix von Obrigkeitsgehorsam, Korpsgeist und der deutschen militaristischen Tradition.


Das wirds wohl eher sein, kein Bock sich von jemandem sagen lassen zu müssen, keinen Teamgeist haben.
Ich hoffe ja nur, das Du auch jedesmal, wenn "Platoon", "Rambo", "Missing in Action", "Alarmstufe Rot", "Stählerner Adler", "Top Gun" , "Soldat James Ryan", "Black Hawk Down", "James Bond", "Bodyguard" und was weiss ich nicht wie sie alle heissen, aber da hast Du selbstverständlich sofort umgeschaltet, weil sowas kannst Du natürlich nicht ertragen und boykottierst hoffentlich alle Filme wo eine Knarre vorkommt oder jemand erschossen wird. Ach, die gewalt ist ja auch noch im "Criminal Intent", "SAW" und den ganzen Horrorfilmen. Hups, "Blade" ist dann auch zu gewalttätig, und Kunfu-Kriege oder antik-Filme der alten Römer, auweiha, Armer Kerl, bei "Asterix und Obelix" sind Dir bestimmt die Tränen gekommen vor lauter Gewalt und Krieg. Die Schlachten in "Herr der Ringe" waren für Dich ein Alptraum, und selbstverständlich hast Du auf dem Computer noch nichtmal auf das Moorhuhn geballert.....

Oh Mann, erzähl doch nicht so einen Scheiss, Pazifismus, blah blah, Du hast Schiss bzw. keinen Bock, das ist alles!
Die anderen gehen Dir am Arsch vorbei, das ist die Wahrheit.


sebastian hat geschrieben:
Das deutsche Wirtschaftswachstum steigt jedes Jahr. Von dem Kapital dass in Deutschland produziert wird, könnte theoretisch jeder Menschen hier gut leben, ein hübsche Wohnung haben, einmal im Jahr in Urlaub fahren und bräuchte nicht mehr als 6 Stunden am Tag arbeiten.


Achja. Dann ist Deutschland also nicht hochverschuldet? Warum glaubst Du, das das Kapital, was in Deutschland produziert wird, dem Staat gehört? Soll jetzt hingegangen werden und alles verstaatlicht werden oder was? Du möchtest also, das Deutschland die Staatsform ändert, alles für das Volk?

Jetzt machst Du Dich lächerlich und untermauerst, das Du eigentlich überhaupt keine Ahnung von Leben und Wirtschaft hast. Wenn Du so unzufrieden mit dem deutschen System bist, warum ruhst Du Dich dann in dessen schützenden Händen aus? Geh auf Deine eigenen Kosten nach Bolivien und gib den deutschen Pass ab!


Weisst Du, wenn man jeden einzelnen Punkt betrachtet, kristallisiert sich ganz klar heraus, das Dir alles andere eigentlich scheissegal ist. Du willst mal auf die Kacke hauen und mit Unterstützung vom Staat ne schöne Reise machen, Du denkst hier nur an Dich selbst.

Und genau aus diesem Grund kann ich mit Recht Sozialschmarotzer zu Dir sagen, und noch dazu bin ich nun eher der Meinung, das Du als "Repräsentant" für Deutschland eher nicht ins Ausland gehen solltest, Du taugst da in Deiner Denkweise überhaupt nicht dazu. Sorry, aber ist wirklich so.


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Wo geht ihr so hin?
BeitragVerfasst: 2. Aug 2009, 11:40 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 19.05.2009
Beiträge: 15
@ettin:

Wenn ich dein Post so lese, denke ich du hast ehrlich ein Problem. Du bist so unendlich von deiner eigenen Meinung überzeugt und alles was du ließt, nutzt du nicht um zu diskutieren, sondern biegst das so hin, dass es dir passt.
Und was noch noch schlimmer ist: Du unterstellst mir Sachen, die sich nur in deiner Fantasie, aber bei weitem nicht in der Realität abspielen.
Du verstehst mein Geschriebenes nur so, wie du es willst und nicht, wie man es könnte, wenn man sich auf eine ordentliche Diskussion einlassen würde.

Zum Beispiel die Sache mit dem Verschieben in einen neuen Thread. Ich habe das geschrieben, weil sich das Gespräch vom eigentlichen Thema entfernt hat. Das ist weiter nicht schlimm, aber in solchen Fällen gibt es Moderatoren, die diesem neuen Gespräch ein neues Thema geben, mit passender Überschrift und allem. Dieses Thema "Wo geht ihr so hin" ist eigentlich für FSJ'ler und andere Freiwillige bestimmt, die sich darüber unterhalten wollen, wo sie hingehen.
Ich glaube eigentlich nicht, dass du nicht in der Lage bist das zu verstehen. Ich glaube nur, dass du das nicht verstehen wolltest, weil du bereits deine vorgefertigte negative Meinung von mir hast und alles was ich schreibe negativ interpretierst.

Ganz ehrlich...so macht distutieren echt keinen Spaß und erst Recht keinen Sinn.

Alles was ich sage, entwertest du, weil die "Begründungen" und "Fakten" fehlen . Selbst lieferst du aber auch keine, weil du ja weißt, dass deine Meinung die richtige ist.... -.-
Ach ja: Was mir auch noch so auffällt, ist diese Absolutheit: Nur weil ich geschrieben habe, dass es auch Leute gibt, deren Motivivation darin besteht, "die Welt zu sehen", meinst du das als Beweis zu erkennen, ich überhaupt keine Hilfsarbeit leisten will und nur "den klugen Mann spielen" will.
Oder wenn ich schreibe, dass ich den Afgahnistan Einsatz in der Form falsch finde und nichts von Korpsgeist halte, bin ich gleich automatisch ein mieser Pazifist (dass ich geschrieben habe, dass ich militärische EInsätze u.U. für nötig halte ist dir egal...), der bei jedem Krimi wegschaut und kein Teamgeist hat.
Du pickst dir das raus, was in dein Bild passt und verdrehst es so, dass es dir passt. Darauf baust du deine Antowort und Meinung auf. So jedenfalls kommt es mir vor...

Solchen Stammtischgesprächen bin ich überdrüssig. Jetz schlag ich mal vor, du schreibst dein Beitrag neu, wenn du weiter"diskutieren" willst.


@derreisende

Eigentlich war ich dazu übergegangen, nicht mehr auf deine Post zu antworten, weil ich keine Lust auf Beleidigungen etc. habe, und davon ausgegangen war, dass du dass du damit irgendwas damit kompensieren musst und nicht in der Lage bist eine vernünftige Diskussion zu führen.

Jemand anderes hat mir aber gesagt, dass du nur immer das schreibst, was du denkst, ohne Einschränkung.Sorry, aber das gleiche hab ich jetzt auch mal gemacht.
Naja...
Jedenfalls nur soviel: Du kannst ja meinentwegen denken was du wilst, du bist ja wahrscheinlich eh nicht gewillt, dass zu hinterfragen.
Und einige Freiwillige die ins Ausland gehen haben garantiert mehr auf dem Kasten, als deine Vorurteile (oder Erfahrungen) dir glauben machen.
Und die anderen gehen ja gerade ins Ausland um zu lernen mit schwierigen Situationen umzugehen.

Und was die Verwarnung des Admins angeht: In einem Forum gibt es nun einmal die Möglichkeit Beiträge zu melden, die unter aller Sau sind. Und das was du so zu Pablo gesagt hast...da konnte ich einfach nicht anders. So n Ton erwarte ich halt eher von ner 8. Klasse, wenn sich Jungs prügeln wollen, aber nicht in einem "Latinofreunde" Forum....



http://momente.blogsport.de - Gesellschaftskritik, Privates und Politisches aus Bolivien und Südamerika.

Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Wo geht ihr so hin?
BeitragVerfasst: 2. Aug 2009, 12:25 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 05.07.2009
Beiträge: 24
Entschuldige, aber jede Aussage die ich gemacht habe, untermauere ich mit einem Beispiel, was dessen Glaubwürdigkeit und Vorhandensein bestätigt.

Du hingegen verneinst die Sachen einfach nur, ohne auch nur ein Fitzelchen an Beispielen oder Beweisen zu haben.

Wer ist denn dann derjenige der eine schlechte Diskussion führt und nur seine eigene Meinung bestätigen will?


Und dann die Aussage, das das Kapital in Deutschland dem Volk zugute kommen sollte :lol:

Damit sich die Schmarotzer noch mehr ausruhen können? Nur 6 Stunden am Tag arbeiten und trotzdem 2500 Euro im Monat kassieren?

Dann bin ich ja mal gespannt, was Du irgendwann sagst, wenn Du Deine eigene Firma haben solltest, und der Staat kommt an und sagt: "Huhu, alles für das Volk, her mit Deiner Firma und Deinem Kapital".... Dann sagst Du selbstverständlich: "Natürlich, ich gebe gerne!" , weil Du das mit dem Geben ja so richtig gut drauf hast, wie man es in Deinem letzten Aussagen deutlich erkennen kann.


Nun verstehe ich auch, wieso Du diese Leutchen wie Chavez & co im anderen Thread in Schutz nimmst. Du hast überhaupt keine Ahnung, was das eigentlich bedeutet. Du hast keine Vorstellung, wie ein armes Leben ist. Du hast irgendwie überhaupt keine Ahnung scheint es mir fast. Aber nun, Du kannst da eigentlich nichts dafür, Dir fehlt eben noch die Erfahrung, Du weisst nur das Allgemeine, was man Dir in den Kopf "gekippt" hat.

Dein FSJ möchtest Du wahrscheinlich in einer schönen Stadt machen, wo man auch mal was unternehmen kann. Du wirst Dich umgucken, gerade in Bolivien, weil da kocht die Suppe auch gerade.


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Wo geht ihr so hin?
BeitragVerfasst: 2. Aug 2009, 12:31 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 05.07.2009
Beiträge: 24
Diese Unterhaltung führt wirklich zu nichts, Du siehst nicht ein, in diesem FSJ wirklich was sinnvolles zu tun, sei es im In- oder Ausland, ich habe Dir ja klar und deutlich den Vorschlag gemacht, an einem Programm teilzunehmen, wo Du wirklich Hilfsarbeit leisten kannst... Das wolltest Du ja nicht.

Abschliessend möchte ich noch eins sagen:

Mach Dein FSJ und führe hier im Forum ein Tagebuch. Das ist absolut themenbezogen und für jedermann interessant, wie das Leben in Südamerika ist, und was Du jeden Tag in diesem FSJ machst und erlebst.

Dies beschreibst Du jeden Tag ausführlich, mit Ausgaben die Du hattest, sowohl den Einnahmen, die Du hast, um hier wirklich mal einen Eindruck zu bekommen, wie Du Dein FSJ verbringst.

Damit hast Du die Möglichkeit, uns und allen anderen zu zeigen, das Deine Reise etwas wert war und die Steuergelder sich für Deinen Auftritt gelohnt haben.
Tust Du das nicht bzw. kannst Du das Tagebuch nicht ausführlich in der Form führen, sei lieber ganz ganz still und beteilige Dich an irgendwelchen Themen, wo Du Ahnung von hast.


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Wo geht ihr so hin?
BeitragVerfasst: 3. Aug 2009, 03:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 06.06.2009
Beiträge: 11
@Sebastian

Hallo,

Du schreibst
Zitat:
Ich glaube der Staat fördert ein Freiwilligendienst im Ausland nicht, weil es sinnlos ist, sondern im Gegenteil, weil ein Freiwilliger im Ausland dem Staat mehr bringt als ein Zivildienstleistender in Deutschland: Nämlich Auslandserfahrung. Und das ist heutzutage extrem wichtig im Arbeitsmarkt. Jeder Deutsche, der Auslandserfahrung hat, bietet einen Vorteil für den Industiriestandort und Markt Deutschland. Der Wert der deutschen Arbeitskräfte auf dem internationalen Martk steigt und verschafft so dem deutschen Wirtschaftssytsem einen Vorteil.


Das mit der Auslandserfahrung ist so eine Sache. Welche Erfahrung glaubst Du denn nach Deutschland bringen zu koennen?
Wie die Leute in SA mit einfachsten und primitivsten Mitteln ihren Lebensunterhalt verdienen? Das braucht aber Deutschland nicht! Weil Du nach 12 Monaten etwas Spanisch verstehst? Das tun viele in Deutschland und mit Sicherheit besser als Du es in 12 Monaten auf der "Strasse" lernen kannst. Weil Du mit Deiner Auslandserfahrung einer deutschen Firma beim Aufbau einer Niederlassung in SA helfen kannst? Dazu musst Du erst mal einen Beruf gelernt haben und damit meine ich Ingenieur, Maschinenbauer, Techniker oder aehnliches. Bist Du so ein Studium abgeschlossen hast, ist Dein bisserl spanisch schon lange wieder im Nirwana versunken. Auch dem SA - Land kannst Du nur helfen, wenn Du Berufserfahrung mitbringst und da in dem Auszug des FSJ - Anbieters drinsteht, das keinerlei Qualifikationen verlangt werden (auch nicht schulisch) ist nicht zu erwarten, das sich etwas in dem Bereich Fachkraft was tun wird oder dies beabsichtigt ist. Dies soll kein Angriff auf Deine Person sein, weil ich Dich persoenlich nicht kenne und in diesem Bereich mir kein Urteil zusteht. Damit will ich den Sinn dieses FSJ durch diesen Anbieter in Frage stellen.

Uebrigens Patriotismus ist eine Sache, die der Nachkriegsgeneration(en) fehlt. Das liegt an den eingeimpften Schuldgefuehlen, die von bestimmten Organisationen gepflegt und ueberwacht werden und die immer mit dem erhobenen Zeigefinger da stehen. Deshalb findest Du unter den deutschen die schon seit mehreren Generationen im Ausland leben mehr Patriotismus als in Deutschland selber, weil da ist dieser ja nicht erwuenscht.
In 20 - 30 Jahren kraeht sowieso kein Hahn mehr danach, weil da wird es in Old-Germany mehr Moscheen geben als Kirchen.

Gruesse
ElGringo

P.S. Ich habe den Text nicht mehr korrigiert, Rechtschreibfehler bitte nicht beachten.


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Wo geht ihr so hin?
BeitragVerfasst: 3. Aug 2009, 10:13 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 19.05.2009
Beiträge: 15
@ettinlord

ettinlord hat geschrieben:
Diese Unterhaltung führt wirklich zu nichts


Da hast du Recht. Wir haben einfach zu einigen Sachen verschiedene Ansichten. War trotzdem interessant deine Meinung zum FSJ zu hören.
Ich werde allerdings mit Sicherheit hier nicht jeden Tag reinscheiben, was ich so gemacht habe. Erstens habe ich dazu keine Lust, zweitens ließt es sowie keiner (jeden Tag über ein ganzes Jahr) und drittens habe ich auch nicht jeden Tag Zeit und Internetzugang.
Wen das aber wirklich interessiert, der kann meinen Blog lesen/abonnieren, dort berichte ich von meinem Leben, meiner Arbeit und den Verhältnissen in Bolivien. Und wer es noch genauer wissen möchte,der kann mir da auch bei Twitter folgen, bzw. meine Einträge dort lesen.

@elgringo:

Hallo elgringo,

elgringo hat geschrieben:
Zitat:
Ich glaube der Staat fördert ein Freiwilligendienst im Ausland nicht, weil es sinnlos ist, sondern im Gegenteil, weil ein Freiwilliger im Ausland dem Staat mehr bringt als ein Zivildienstleistender in Deutschland: Nämlich Auslandserfahrung. Und das ist heutzutage extrem wichtig im Arbeitsmarkt. Jeder Deutsche, der Auslandserfahrung hat, bietet einen Vorteil für den Industiriestandort und Markt Deutschland. Der Wert der deutschen Arbeitskräfte auf dem internationalen Martk steigt und verschafft so dem deutschen Wirtschaftssytsem einen Vorteil.


Das mit der Auslandserfahrung ist so eine Sache. Welche Erfahrung glaubst Du denn nach Deutschland bringen zu koennen?


Vor allem geht es um drei Sachen: Fremdsprachenkenntnisse, interkulturelle Kompetenzen und auslandsbezogenes Fachwissen. Auslandsbezogenes Fachwissen ist vorallem für Betriebe sehr wichtig die in den Ländern Zweigstellen haben. Was die Fremdsprachenkenntisse betrifft: Wie kommst du darauf, dass man in Deutschland besser Spanisch lernt, als in Südamerika? Das man nur wenig lernt, wenn man in dem entsprechenden Land ist, halte ich für falsch. Gerade in Südamerika wird nur wenig Englisch gesprochen, man ist dort jeden Tag 24h darauf angewiesen Spanisch zu sprechen und zu lernen. Bei der Gastfamilie, bei der Arbeit und im öffentlichen Alltag. Ich habe bereits mit einigen Austauschschülern Kontakt gehabt. Egal wie gut diese vorher Deutsch konnten, nach 3-6 Monaten konnten sie es fließend verstehen und sprechen.
Und so ein Wissen löst sich auch nicht einfach innerhalb von Monaten auf, wenn man es ein wenig pflegt. Und dann ist es für die internationale Kommunikation unerlässlich. Vor allem Englisch, aber Spanisch gewinnt auch an Einfluss.
Interkulturelle Kenntnisse halte ich auch für sehr wichtig. In der internationalen Wirtschaft ist es mehr als hilfreich Kenntnisse über verschiedene Kulturen zu haben und das zu interpretieren. Es ist nunmal so, dass sich Lateinamerikaner anders ausdrücken als Asiaten. Wie es Barbara Fabian, Europa-Bildungsexpertin vom der Deutschen Industrie- und Handelskammer ausdrückte: „Da hilft es einfach zu wissen, wie die anderen ticken.“ Manche Ethnlogogen, zum Besipiel Zibechi, sind sogar der Meinung, dass die europäischen Invasoren nur Lateinamerika erobert haben, weil sie im Gegensatz zu den Indigenas, Kenntnisse über "die anderen" gesammelt und angewendet haben, sprich sich in interkulturellem Verständnis geübt haben.
Um das alles auch ein wenig zu belegen, ein paar harte Fakten. Die Bachlor-Master Umstellung des Studiums wurde vorallem gemacht um die Abschlüse international vergleichbar zu machen, damit mehr Studenten ins Ausland gehen und dort ein oder zwei Semester machen.
Auch will die deutsche Wirtschaft will, dass nicht nur Studenten, sondern auch Auszubildende in das Ausland gehen, um oben genannte Kenntnisse zu erwerben. Dafür gibt es jetzt sogar ein extra Förderprogramm der Wirtschaft: http://www.mittelstandsblog.de/2009/05/auszubildende-sollen-auslandserfahrungen-sammeln-2/

Zitat:
Auch dem SA - Land kannst Du nur helfen, wenn Du Berufserfahrung mitbringst und da in dem Auszug des FSJ - Anbieters drinsteht, das keinerlei Qualifikationen verlangt werden (auch nicht schulisch) ist nicht zu erwarten, das sich etwas in dem Bereich Fachkraft was tun wird oder dies beabsichtigt ist.


Auch wenn du das jetzt nicht mit einbezogen hast: Als Zivi arbeitet man auch unausgebildet.
Zweifelsohne kann man unausgebildet nur viel weniger helfen, als wenn man schon etwas gelernt hat. Deshalb kann man solche Freiwilligendienste von Jugendlichen auch nicht mit richtiger Entwicklungshilfe vergleichen.
Was aber nicht stimmt, ist, dass keine Qualifikationen erwartet werden. Es werden keine formalen Qualifitktion wie Schulnoten oder Ausbildung erwartet. Was jedoch für die Organisationen wichtig sind, sind die sog. "Soft Skills", also soziale Tätigkeit (in einem Verein oder Organisation), Engagement, Flexibilität und gf. schon etwas Auslandserfahrung bzw. Fremdsprachenkenntnisse.
Da die Freiwilligen meist nur bei niederen Tätigkeiten in sozialen Organisationen (Kinderdörfer, Obdachlosenheime, Menschenrechtsorganisationen) eingesetzt werden, sind solche Qualifitkationen für die Organisation wichtiger.

Und was den Patriotismus anbelangt, ich glaube darüber sollten wir hier nicht diskutieren... :laechel3:


mfg

Sebastian



http://momente.blogsport.de - Gesellschaftskritik, Privates und Politisches aus Bolivien und Südamerika.

Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Wo geht ihr so hin?
BeitragVerfasst: 3. Aug 2009, 15:57 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 06.06.2009
Beiträge: 11
Hallo Sebastian,

Du schreibst
Zitat:
dass die europäischen Invasoren nur Lateinamerika erobert haben, weil sie im Gegensatz zu den Indigenas, Kenntnisse über "die anderen" gesammelt und angewendet haben, sprich sich in interkulturellem Verständnis geübt haben.


Das was die "europaeischen Invasoren" gemacht haben war draufhauen und abschlachten. In SA genau wie in Nordamerika. Unausgebildete Hilfskraefte finden sich genug in SA, da braucht es keine Leute aus Europa. Besser das Geld wird in Arbeitsloehne der Einheimischen vor Ort gesteckt und wenn es nur die minimo- Loehne sind.

Alles andere was Du ueber "Auslandserfahrung" schreibst ist nur oberflaechlich. Du kannst SA nicht mit den Asiaten vergleichen. In SA musst Du keine Sachen Essen wo es Dir den Magen umdreht um ueberhaupt ernst genommen zu werden. Ich glaube Du hast eine falsche Vorstellung von den Latinos und der Kultur in SA.

Wenn Du Dich bei einer europaeischen Firma bewirbst mit nichts als Deinen "Auslandserfahrungen" da wirst Du von der Firma ein nettes Anschreiben bekommen ind der die sich fuer Deine Bewerbung bedanken aber leider momentan keinen Bedarf dafuer haben.

Zitat:
Auch will die deutsche Wirtschaft will, dass nicht nur Studenten, sondern auch Auszubildende in das Ausland gehen, um oben genannte Kenntnisse zu erwerben. Dafür gibt es jetzt sogar ein extra Förderprogramm der Wirtschaft:


Das wiederum ist nur Beschaeftigungstherapie, damit nicht noch mehr auf der Strasse rumlungern, erfunden von einem oder mehreren Theoretikern und Tintenschleckern.
In der Praxis werden diese Leute keine Chance bekommen, bei einer Firma unterzukommen. Es sei denn die BRD hat dafuer wiederum ein Programm wo die Leute vom Staat bezahlt werden fuer irgendwelche unsinnigen Referate ueber das "Ticken" der verschiedenen Kulturen.

Gruesse

ElGringo


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  


Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 37 Beiträge ]  Gehe zu Seite: [ Vorherige ]  1, 2, 3, 4  [ Nächste ]





» Foren-Übersicht » LATEINAMERIKA - FORUM » Freiwilligendienst in Lateinamerika

Alle Zeiten sind MEZ

Aktuelle Zeit: 29. Jul 2010, 17:35


Social Bookmark

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Newskick Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: Slashdot Bookmark bei: Netscape Bookmark bei: Furl Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Spurl Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Blogmarks Bookmark bei: Diigo Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Newsvine Bookmark bei: Blinkbits Bookmark bei: Ma.Gnolia Bookmark bei: Smarking Bookmark bei: Netvouz

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Dieses Thema durchsuchen:
Gehe zu:  
cron



* Kontakt/Hilfe    * Brasilien Podcasts    * RSS News    * RSS Kanäle    * Linienflüge    * Flüge Karibik    * Urlaub Lateinamerika

Livewatch.de
* © 2004-2010 Latinofreunde.Net | Forensoftware: phpBB & phpBB-SEO
Betreiber: BrasilOnline NetSolutions [mehr] | Nutzungsbedingungen | Datenschutzrichtlinie
Linkpartner: Brasilien Portal | Brasilien XXL |